











Städtebaulicher Bezug:
Das neue Bürogebäude für die veterinärmedizinische Universität Wien erfüllt dank seiner privilegierten Lage verschiedene urbane und architektonische Funktionen: Als Teil der Hauptstraße des Campus empfängt es die ankommenden Besucher der VetMed. Diese Signalwirkung an der Nordwestseite wird durch eine Erhöhung des Ecktraktes verstärkt.An einem Campus sollte es keine Hauptfassaden geben. Die verglaste Sockelzone lädt zum Flanieren um das Gebäude ein, kleine Verformungen akzentuieren die Eingänge dieses besonderen Hauses.
Die Erschließung erfolgt in der Achse zum Botanischen Garten des Campus der Veterinärmedizinischen Universität. Der Eingangsbereich wird durch eine einladende und transparente Gestaltung des Spaltes architektonisch betont. Die Apotheke übernimmt die Eckausbildung zur Hauptstraße.
Gestaltungskonzept:
Den Kontext bilden sehr einfache, introvertierte, massive Körper aus Klinkerziegel. Als Kontrapunkt ist dieses Haus ein leichtes weißes Haus, das immer wieder die lokalen Bezüge von außen steuert und von innen die Lokalisierung der Blicke unterstützt. Das Betreten der Aula durch einen mehrgeschoßigen Hof lädt zu verschiedenen „Ausflügen“ im Haus ein. Im Erdgeschoß ist der fließende Raum zum Wintergarten genauso spannend wie das Besuchen der Hochschülerschaft durch die großzügige Hollywoodtreppe. Der offene, in alle Richtungen fließende Raum wird durch vier skulpturale Kerne strukturiert. Der Erschließungskern übernimmt zusätzlich die Funktion der „Denkzellen“, die den Raum unterschiedlich entdecken lassen. Das Eckhaus zur Hauptstraße entwickelt durch die Splitlevellösung verschiedene Ebenen, die immer wieder den Raum in einem ausgewogenen Maßstab ausbilden. Individualität in der Community erscheint in diesem neuen Zuhause der Universität als etwas sehr natürliches.

