









DAS URBANE POTENTIAL EINES WOHNHAUSES Das Grundstück an der Marchettigasse Nr.5 ist eine kleine anonyme Baulücke im innerstädtischen Schutzgebiet des VI. Wiener Gemeindebezirkes. Die dichte Blockrandbebauung zwang uns, die Suche nach Spuren einer Stadtstruktur zu forcieren. Die räumliche Sequenz der Grünräume entlang der Achse der Sandwirtgasse zwischen Hofmühlgasse und Marchettigasse diente als Ausgangspunkt: Der Ort konnte entstehen. Der Raum der virtuellen Sackgasse wird von einem städtischen Vorgarten aufgefangen. Die Natur bildet Abstand und ist die Kulisse für unseren Anfang. Der Fußgänger entdeckt, daß ein besonderes Wohnhaus entstanden ist. Transparenzen und Durchblicke fördern die Neugierde. Ein grüner Teppich wird gespannt und texturiert den Boden. Der Bewohner kann diesen urbanen Raum als individuelle Schwelle ins seine private Sphäre erleben oder es als Ort der flüchtigen Begegnung und des ungezwungenen Austausches wahrnehmen. Das Potential dieser Eingangsebene kann aber viel mehr als nur andeuten und zum Eindringen einladen: Der Kinderwagenabstellplatz kann auch das Festliche und das Kulturelle einer kleinen Nachbarschaftsgruppe zulassen.
DAS HAUS DER UNTERSCHIEDLICHEN LEBENSWEISEN:
WOHNEN IM GRÜNEN - STADTOASE: Mitten in der Stadt und doch in einer grünen Insel. Interpretationen vieler Sehnsüchte. Und doch eine Alternative zum Einfamilienhaus. Innerstädtisch aber doch mit der Natur wohnen.
WOHNEN UND LEBENSZYKLEN - RAUMRECYCLING: Welche Gemeinschaftsstrukturen bilden unsere gesellschaftliche Einheit? Variabilität. Mobilität. Neutralität. Die Metamorphose des Grundrisses in verschiedenen Lebensabschnitten.
WOHNEN UND WEITE - LUFTENKLAVEN: Eine Wohnung, die reaktiv mitwirken will und sich verwandeln kann. Szenarios für dynamische Stadtmenschen.

