Die Verlegung der Zufahrt zur Bahnstraße und die enge Verwebung der bestehenden und zukünftigen Gebäude mit den angrenzenden Straßen und Erschließungen ermöglicht die Schaffung einer großzügigen, vom Neubau des Gemeindezentrums behutsam in Schutz genommenen „Piazza“, von der aus Wege, Durchgänge und Durchblicke in alle Himmelsrichtungen führen. Die großzügige, nach Südosten ausgerichtete Platzfläche öffnet sich zur Kirche hin, am Saumrand befinden sich Kinderspielplatz, Denkmal und Kirchplatz als Ankerpunkte des vergangenen und gegenwärtigen öffentlichen Lebens. Das terrassierte Gelände der Piazza ist auf mehreren Ebenen physisch und funktional mit den Teilen des Gemeindezentrums verwoben. Gestaltende Elemente sind Fläche, Mauer, Pforte und Baum. Die öffentlichen Bereiche (Aula, Bürgerdienste und Café) gruppieren sich um die Piazza. Der gesamte Körper des neuen Gemeindezentrums lagert in einer ruhigen, aber rhythmisierten Bewegung um die Piazza herum. Die Maßstäbe der einzelnen Gebäudeteile entwickeln sich entlang ihrer Funktionen. Das den Platz im Norden begrenzende Amtshaus setzt den Maßstab der größten Höhenentwicklung. Die nördlich gelegene Kirchengasse mit ihrer wichtigen Wegeverbindung zum Bahnhof erfährt mit der baulichen Antwort des Amtshauses zum angrenzenden mehrgeschossigen Wohnhaus eine neue räumliche Fassung. Das Bürgermeisteramt mit seinem transparenten Empfangs- und Besprechungsraum an der Kopfseite des letzten Obergeschoßes wendet sich in Richtung Hauptstraße und Kirche, überblickt die Szenerie des Platzes, in Kontakt zum öffentlichen Leben, das sich auf der Piazza und um sie herum entfaltet. Entlang der Westseite der Piazza entwickelt sich ein morphologisch vielgestaltiger, mehrere Raumzonen bildender Baukörper, der von transparenten Erschließungsbereichen durchdrungen ist. Diese Gruppe dient dem öffentlichen Leben der Gemeinde, sie bildet eine wandelbare Sequenz von Innen- und Außenräumen. Der Aula-artige Mehrzweckraum, die Flächen für Kleingewerbe und Flohmarkt und das Café werden zu unterschiedlichen Anlässen und Jahreszeiten bespielt. Die sich vor ihnen ausbreitende Piazza ist Erweiterungsraum des öffentlichen Lebens und autonomer Freiraum zugleich.

Eichgraben

Gemeindezentrum

Typologie: 
Gewerbe, 
Multifunktion
Land: 
Österreich
Ort: 
Eichgraben
Adresse: 
Kirchenstraße
Datum: 
25 Oktober 2006
Fläche: 
1.450 m2
Bauherr: 
Marktgemeinde Eichgraben
Status: 
Wettbewerb
Partner: 

Robert Korab

Experte: 

Juan Munoz

Auszeichnung: 

Auswahlverfahren

Publikation: 

keine Angabe

Die Verlegung der Zufahrt zur Bahnstraße und die enge Verwebung der bestehenden und zukünftigen Gebäude mit den angrenzenden Straßen und Erschließungen ermöglicht die Schaffung einer großzügigen, vom Neubau des Gemeindezentrums behutsam in Schutz genommenen „Piazza“, von der aus... ☛ READ MORE