








Das städtebauliche Konzept für das Forum Schönbrunn strukturiert die Randzone von Schönbrunn als eigenständiges Poché ( Tasche von Schönbrunn ), welches Synergien mit der Stadt und mit dem Kulturerbe herstellen soll. Im Falle der ehemaligen Fiat-Gründe bedeutet das die Öffnung des heute geschlossenen Areals in alle Richtungen, die Aktivierung von Räumen durch urbane Vernetzung durch die öffentliche Passage, die die Frauenheimgasse mit dem Schlosspark in Richtung Ost/West verbindet und durch den Durchgang, der die Schönbrunner Strasse und den Dreher Park mit der Rosasgasse in Nord / Süd Richtung wieder vereint. Beide Passagen ermöglichen durch diese Verknüpfungen die Wiederherstellung des großen Blockes im Quartier. Die räumlichen und strukturierenden landschaftlichen Qualitäten werden als städtebauliche Spielregeln eingesetzt. Merkmal für das Erscheinungsbild sollen nicht die Baukörper sein sondern vielmehr die urbane Platte als Stadtbalkon mit Blick auf den Schlosspark, welche auch Identitätsstifter der Anlage werden soll. Diese Suche nach urbanen Verbindungen zwischen moderner Architektur und Tradition findet aber auch im behutsamen Umgang mit den Durchblicken und Zwischenräumen im Alltag statt: Die Stadtvillen erweitern die Grünhöfe des Umfeldes, die Baukörper zum Caritas Heim blockieren keine Blicke. Infolgedessen entsteht die Rücksichtsnahme auf die historische Umgebung durch die bewusst gesuchte Lösung des städtebaulichen Mehrwertes und nicht durch die Anpassung an eine stilistische Architektursprache.
Das Projekt umfasst drei Bauteile, die unterschiedliche Funktionen und Handschriften aufweisen. Der Dreher Park bildet mit einem langgestreckten Körper parallel zur Schönbrunner Strasse das urbane Entreé der Anlage. Vorgesehen ist eine Hotel/Büro Nutzung, die von Architekt Peter Podsedensek geplant wird. Die drei Stadtvillen – vom gleichen Büro entworfen – sind als Wohnhäuser im Grünen gedacht. Der dritte Bauteil ist ein Business Center, umgeben von den erwähnten Passagen im Inneren und als gegliederte offene Anlage zur Grünbergstraße. Der Sockelbereich ist auch zum Inneren der zwei Höfe durchlässig und die drei höheren Körper gewährleisten durch ihre Positionierung auf der urbanen Platte die Blicke der Arbeitswelt zum Schlosspark Schönbrunn. Dieses Business Center wird vom Preisträger des städtebaulichen Wettbewerbes Büro BUSarchitektur & Partners signiert.

