Dieses Projekt stellt ein Gebäude vor, das neben seinen städtebaulichen Funktionen als Schlussstein den vorhandenen Raumfluss des Campus durch ein durchlässiges Erdgeschoß in sich aufnimmt, auf vielfältige Weise in seinem Inneren erweitert und das würdevolle Ambiente der Anlage durch eine homogene aber facettenreiche Gestaltung seiner Gebäudehülle ergänzt. Durch seine Typologie als Atriumhaus und seine klare Geometrie fügt sich das Gebäude in die vorhandene Struktur des Campus ein. In der Höhenentwicklung wird eine Angleichung an die Maßstäblichkeit und die horizontale Wahrnehmung des Campus-Geländes gesucht, lediglich einzelne freistehende Pavillons im obersten Geschoß erreichen die maximale Bebauungshöhe und wirken orientierungs- und identitätsstiftend.
Das Gebäude gliedert sich vertikal in drei unterschiedliche Elemente: Sockelbereich - „Flieger“ - Pavillons am Dach. Das Erdgeschoß bildet mit den zwei darunterliegenden Untergeschoßen eine räumliche und funktionale Einheit, die sich über die lose Anordnung mehrerer geometrisch differenziert ausformulierter Körper definiert. Diese Körper beinhalten die vier Kernbereiche des Raumprogrammes: Konzertsaal, Kinosaal, Klangtheater, Aufnahmesaal. Sie sind als Sockel für die darüber liegenden Institute zu sehen. Dieser Sockelbereich bildet durch die spielerische Anordnung der Baukörper ein durchlässiges, räumlich heterogenes Gefüge, das einen fließenden Übergang der Freiflächen des Campus in ein zentrales Foyer bildet. Das Foyer erstreckt sich über drei Geschoße und erweitert sich optisch durch ein Glasdach in das Atrium, welches in die darüber liegenden Institutsgeschoße eingeschnitten ist. Das mittlere Element der vertikalen Unterteilung, der „Flieger“, besteht aus zwei Vollgeschoßen, in denen die Institute kompakt organisiert sind. Dieser Teil ist geprägt von Introvertiertheit gegenüber dem Campus sowie von Begegnungs- und Kommunikationszonen, die dem Atrium zugeordnet sind und vielfältige Blickbeziehungen zwischen den unterschiedlichen Niveaus des Gebäudes freigeben. Die Dachlandschaft bildet das dritte Element und definiert sich über einzelne, freistehende Pavillons inmitten eines mit hohen Gräsern bepflanzten Dachgartens.

Future Art Lab

Universität für Musik

Typologie: 
Bildung
Land: 
Österreich
Ort: 
Wien
Adresse: 
1030, Anton von Webern Platz 1
Datum: 
12 Januar 2015
Fläche: 
4.807 m2
Bauherr: 
BIG BundesImmobilienGesellschaft
Status: 
Wettbewerb
Experte: 

B+G Ing, Dr.Pfeiler, artecast

Auszeichnung: 

Auswahlverfahren

Publikation: 

keine Angabe

Dieses Projekt stellt ein Gebäude vor, das neben seinen städtebaulichen Funktionen als Schlussstein den vorhandenen Raumfluss des Campus durch ein durchlässiges Erdgeschoß in sich aufnimmt, auf vielfältige Weise in seinem Inneren erweitert und das würdevolle Ambiente der Anlage... ☛ READ MORE