









STÄDTEBAULICHE LEITIDEE:
Unsere Vision für den Masterplan Campus Fachhochschule Giessen baut auf dem Konzept der Reurbanisierung auf. Wir verstehen darunter, dass durch gezielte Bausteine der öffentliche Raum, der heute durch Zersiedelung und unvollständige Strukturen sehr verwaschen ist, wieder entdeckt und aktiviert wird. Urbanität entsteht für uns durch Dichte und durch Vielschichtigkeit von Raumerlebnissen. Es gibt immer eine sequenzielle Raumabfolge. Es gibt keine Gebäude sondern Stadtstrukturen. Stadt ist ein Zustand der Begegnung und des Austausches auf öffentlich zugänglichem Boden.
VERNETZUNG UND EINFÜGUNG IN DEN STADTRAUM
Die Wege des Campus werden als Strukturelement des Masterplanes gesehen. Die äußere Erschließung entwickelt sich durch die Wiederentdeckung der Naturgebiete, die die Qualität eines verbindenden Stadtraumes ermöglichen. Der Wieseck wird mit einer Fahrradspur und einer Fußgängerflaniermeile versehen, die immer wieder durch kleine Stationen als Treffpunkt am Ufer vor den Eingängen zum Campus unterbrochen wird. Die Ringallee wird verschmälert, um einen menschengerechten Boulevard neben der für Fahrzeuge gedachten Fahrspur zu ermöglichen und im Campus Gebiet die Tätigkeiten des Wohnens & Lehrens & Lernens auch städtisch zu schützen. Der gesamte Masterplan baut auf den vielen Wegen auf, die zu jedem Ziel führen. Abhängig von Zeit und Umwelt kann man durch diese Durchlässigkeit den Alltag kreativ gestalten.
FUNKTIONSERFÜLLUNG UND ERSCHLIESSUNG
Der gesamte Campus ist autofrei. Menschen und Autos sind in die Blöcke verbannt. Die Gebäude schweben über offenen oder teilweise geschlossenen Galerien, die als durchsichtige Arkaden die Wege der Gebäude prägen. Die Mehrfachnutzung der Parkplatzflächen ist ein Potential, das freie Optionen der Bespielung zulässt und das eine topografische Landschaft erzeugt. Der Campus hat kein Zentrum.

